Sanierung
statt Abrissbirne
In Krenkelstiftung werden 4,9 Millionen Euro
investiert – von Gudrun Müller
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Altchemnitz. Gerüste an der
Gebäudefront und Bau-
arbeiter verschiedener Ge-
werke
in
den Häusern der Krenkelstiftung an der Alt-
chemnitzer
Straße – sicht-
bare Zeichen
für die Sanie-
rung, die eigentlich fast
einem Wunder
gleicht.
Denn der Rückbau war
längst beantragt, die Abriss-
birne schwebte schon über
dem Gebäudeensemble.
Retter ist die Berliner B&V
Bauträgergesellschaft, die
diese Häuser von der GGG
gekauft hat. Das Unterneh-
men sanierte in Chemnitz
bereits 4000 Wohnungen,
beispielsweise im Heim-
garten
und auf der Hum-
boldthöhe.
In Planung sind
13 weitere
Häuser. B&V
sucht vor der
Sanierung
Kapitalanleger,
die diese
denkmalgeschützten
Woh-
nungen erwerben.
Trotz
des hohen Leerstands
in Chemnitz verweist B&V-
Gesellschafter Klaus Münster
auf einen Vermietungsstand
von 96 Prozent.
Er hofft, dass die Krenkel-
Wohnungen durch die Uni-
Nähe ebenfalls gut vermie-
tet werden und verspricht: |
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"Das Ensemble sieht nach
der Sanierung richtig gut
aus."
Auch die Chemnitzer
Architektin Evelyn Hedrich,
die das Projekt betreut,
freut sich und meint:
"Immer wenn ich in den
letzten Jahren hier vorbei-
gekommen bin, habe ich
bedauert, dass sich an den
Häusern nichts tut". Denn
es sei ein reizvolles Ensemble im Charakter
des Heimatstils, der in
Chemnitz noch an der
Blindenschule zu finden
sei. Gebaut wurde laut
Architektin damals schlicht
und funktional, aber auch
liebevoll. Vor allem das
schmückende filigrane
Fachwerk sei ungewöhnlich
im Chemnitzer Stadtbild.
Investiert werden für die
Krenkelstiftung etwa
4,9 Millionen Euro. Es ent-
stehen 79 Wohnungen.
Dabei gilt dem Denkmal-
schutz besonderes Augen-
merk: Fenstereinfassungen
aus Porphyr werden auf-
gearbeitet, ebenso die
Haus- und Wohnungstüren.
Auch die Terrazzo-Treppen-
häuser werden erhalten |
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Voll im Gange ist die Sanierung der Häuser der Krenkelstiftung an der Altchemnitzer Str. |
| Foto: Andreas Truxa |
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sowie die eisernen Geländer. Gefor-
dert wurde vom
Denkmalschutz der
Erhalt
der Dachgauben und dass die
Dächer mit Biberschwanzziegeln ge-
deckt werden. Schon vermietet ist
die eine völlig historische Wohnung
mit Dielenboden, verziertem Kachel-
ofen, alten Innentüren und Holz-
fensterbänken. Neben dem Fachwerk
bleiben auch die Vordächer an den
Eingangstüren erhalten und das Ein-
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gangstor. "Dort bringen wir wieder
das Relief des Stifters an, da ent-
fernen wir die Patina nicht", so Evelyn
Hedrich. Viele Bürger, die sich über
die Sanierung freuen, hätten sie
schon angesprochen und sogar an-
geschrieben. Im Dezember 2007
sollen die ersten Häuser an der
Wilhelm-Raabe-Straße fertig saniert
sein und im Sommer 2008 das
gesamte Ensemble. |
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Stichwort: Krenkelstiftung
Diese vor rund 100 Jahren entstandenen neun Häuser gehen auf eine
Wohltat von P. Maximilian Krenkel (18939 – 1901) zurück. Der Autor
beachteter Schriften der Religionswissenschaften stiftete seiner Vaterstadt
300.000 Mark zur Erbauung von Wohnraum für ärmste Volksschichten.
Das Projekt mit schmückendem Fachwerk erarbeitete Stadtbaurat
Richard Möbius. |
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