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Immobilienverband Deutschland IVD
AIZ Das Immobilienmagazin Ausgabe 2/2007 – Auszug
   
     
Denkmalschutz – eine der letzten Steueroasen von Frank Kammerer
 
Fiskus profitiert von Denkmalförderung.
Ein 2006 vorgelegtes Gutachten, das am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik
der Universität Hamburg erstellt wurde, ergab dass die erhöhten Abschreibungen
für Denkmalinvestitionen zu jährlichen Steuerausfällen von nur 119 Millionen Euro
führen. Die denkmalbezogene Steuerförderung löst dagegen einen Einkommensimpuls
von 1,3 Milliarden Euro aus, wovon etwa 650 Millionen Euro auf das Bauhandwerk
entfallen. Dies entspräche einer Beschäftigungssicherung für ungefähr 30.000 Menschen.
Die hieraus resultierenden Steuereinnahmen betragen laut Gutachter nach konservativer
Berechnung 260 Millionen Euro.
Eine Kürzung oder Streichung der steuerlichen Denkmalförderung wäre für die
öffentlichen Kassen insofern ein Verlustgeschäft.
Vor allem für die regionale Wirtschaft ist es wichtig, dass sich Investoren im
Denkmalbereich engagieren. Baulicher Mehraufwand und bürokratische Hürden sind
jedoch Rendite-Killer, die Investitionen in Denkmalschutzimmobilien ohne steuerliche
Förderung verhindern würden. Davon unmittelbar betroffen wäre vor allem das Bau-
und Restaurierungshandwerk vor Ort.
Der Denkmalschutz ist somit auch ein Hebel für die Stadtentwicklung und Wirtschafts-
förderung. Das funktioniert aber nur, wenn der denkmalpflegerische Mehraufwand durch
den Steuervorteil ausgeglichen wird – und sich die Investitionen so auch im Wettbewerb
mit anderen Anlageformen lohnen.
 
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